Zur Website der OTH Regensburg

H2Global meets Africa

Abschlussveranstaltung in Berlin setzt starke Impulse für eine faire Wasserstoffpartnerschaft

Wie kann grüner Wasserstoff zu einer nachhaltigen und gerechten Energiezukunft in Afrika beitragen – und welche Rolle spielen Wissenschaft, Politik und Industrie dabei? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung von „H2Global meets Africa“, die am 2. März 2026 am Fraunhofer ENIQ in Berlin stattfand. Das Projekt wird von der OTH Regensburg geleitet, in Kooperation mit der H2Global Stiftung und dem Fraunhofer IEE, und durch das BMFTR gefördert.

FENES, H2Global meets Africa

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten Forschende der drei Institutionen zentrale Ergebnisse aus drei Jahren gemeinsamer Arbeit. Dazu zählen detaillierte GIS-basierte Analysen, techno-ökonomische Bewertungen von PtX‑Wertschöpfungsketten sowie eine umfassende Betrachtung der Wasserstoffpotenziale in afrikanischen Ländern.

Besonders deutlich ist dabei: Afrika besitzt erhebliche Chancen, durch erneuerbare Energien und grünen Wasserstoff sowohl industrielle Entwicklung als auch soziale und wirtschaftliche Teilhabe zu stärken. Zugleich zeigte die Analyse, dass globale Partnerschaften nur dann erfolgreich sind, wenn sie fair, transparent und langfristig angelegt werden. Viele afrikanische Länder stehen vor ähnlichen Herausforderungen – aber auch vor unterschiedlichen Ausgangsbedingungen, die differenzierte Lösungswege erfordern.

Bei einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Politik über Marktmechanismen, Projektumsetzung und die Frage, wie sich internationale Kooperationen so gestalten lassen, dass sie den lokalen Nutzen maximieren. Einigkeit bestand darin, dass Europa und Afrika gemeinsam deutlich mehr erreichen können – wirtschaftlich, technologisch und gesellschaftlich.

„Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig wissenschaftlich fundierte Modelle und offene Daten für eine verlässliche Planung sind – und wie groß das Potenzial einer partnerschaftlichen Energiewende ist“, fasst Leon Schumm von der OTH Regensburg zusammen.

Mit der Abschlussveranstaltung endet das Projekt, doch die Arbeit geht weiter: Die entwickelten Werkzeuge, Analysen und Partnerschaften bilden nun eine Grundlage für weiterführende Forschung, neue Kooperationen und zukünftige Demonstrationsprojekte.

H2Global meets Africa zeigt: Eine nachhaltige Wasserstoffzukunft gelingt nur gemeinsam – mit offenem Wissensaustausch und fairen Partnerschaften.

 

Links zu weiterführendem Material, Dashboards und Veröffentlichungen

Dashboard of African Energy Scenarios

https://websites.fraunhofer.de/h2export/

Dashboard of European Energy Scenarios

https://h2ga-project-meeting-2025.streamlit.app/

The impact of temporal hydrogen regulation on hydrogen exporters and their domestic energy transition

https://www.nature.com/articles/s41467-025-62873-w

Harvesting Sustainability: Cost-competitiveness of Green Fertilizer Value Chains in Western Africa

https://ieeexplore.ieee.org/document/11289137

PyPSA-Earth sector-coupled: A global open-source multi-energy system model showcased for hydrogen applications in countries of the Global South

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306261925000467

The impact of hydrogen underground storage on fair partnerships: A GIS-based integration of salt caverns into PyPSA-Earth

https://papers.ssrn.com/abstract=6307406

Sustainable Steel Production in the Desert: Economic and Technical Assessment of a Hydrogen-Powered Steel Plant in Mauritania

https://ieeexplore.ieee.org/document/11289120

The role of hydrogen offtaker regulation in highly renewable electricity systems

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0360544225051552

Unlocking potential energy partnerships in Europe: A case study on the way to a Franco–German energy transition

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0360544226001349